Grotesk – Teil V: Zerschlagen

Der Himmel stand in Flammen und mit ihm Johann Wagners Schädel. Der Smog, die Gifte in der Luft, wurden in Rot getaucht. Die Schatten wurden länger und dicker, bevor sie endgültig die Nacht erobern würden.

Ein sich anbahnender Sonnenuntergang, ein ganz gewöhnlicher, der Wagner trotzdem in Verwirrung stürzte. Sein Schädel hämmerte, unbestimmte Kopfschmerzen verweigerten ihm klare Gedanken. Das Licht stach ihm in den Augen, ja, aber da war noch mehr. Da war eine Art von Bewusstlosigkeit und geistiger Ohnmacht. Wie nach dem übermäßigen Konsum von Alkohol und anderen Rauschgiften.

Bloß war er nüchtern.

Ihm war vage bewusst, dass er durch Straßen ging, die er nicht kannte. In einem eiligen Tempo, die Hände in den Taschen vergraben, ging er umher. Irgendwohin. Gleich wo, er wollte es nicht wissen.

Die Straßenzüge, die Namen der Geschäfte und der Gassen, sagten ihm so wenig wie die Gesichter der Menschen oder die Schornsteine am Horizont. Er hätte seine Position in der endlos großen Stadt genau so gut nach dem Stand der untergehenden Sonne bestimmen können.

Seine Hände schmerzten ebenfalls, stellte er fest. So ein Klopfen, das von seinem Herzen ausging, seine Brust beben ließ, in seinen Händen pulsierte. Sie waren warm, in seinen Hosentaschen, heiß beinahe, und der raue Stoff seiner Jeans rieb unangenehm an ihnen.

Schrammen übersähten sie, als er sie hervor zog, um sie zu betrachten. Blut floß zwischen seinen Knöcheln hervor, aus Schnitten am Handrücken, auf den Seiten. Risse klafften im Fleisch seiner Handinnenfläche.

Natürlich. Er hatte seine Spiegel zerschlagen. Daran erinnerte er sich noch. Hatte mit bloßen Fäusten in seinem Badezimmer gewütet, die Schränke und Spiegelchen von den Wänden gerissen, wieder und wieder gegen die Emaille geschmettert. Das größte verbleibende Stück war kaum größer als sein Daumen gewesen.

Als ob das Objekt etwas für seine Wahnvorstellungen konnte, die sich darauf gerichtet hatten.

Seine Hände zitterten wieder, als er daran zu denken begann. Als die Erinnerung aus dem Nebel seiner Kopfschmerzen empor stieg.
Er stand unter der selben Spannung, die sich vor kurzem erst in diesem Wutanfall entladen hatte.

Ein Blick in den Himmel hinter den Häusern, jenseits der Straßen, die er ohne ein Ziel verfolgte, lenkte ihn davon ab. Nichts war da. Er hatte nichts anderes erwartet…und war trotzdem enttäuscht.

Kein großer Funkturm, der ihm den Weg wies. Keine Schornsteine eines Kraftwerks. Keine Kirche auf einem Hügel.

Nichts, woran er sich halten könnte.

In seinen Taschen fand er nicht viel. Sein Portemonnaie, wie immer in der Gesäßtasche verstaut. Eine halbe Packung Kaugummis. Ein Feuerzeug ohne Zigaretten, er war ja Nichtraucher. Kein Schlüssel. Auch kein Telefon.

Er musste gegangen sein, ohne an seinen Mantel zu denken oder auch nur die Wohnungsschlüssel.

Es wurde frischer, je weiter die Sonne sank, und ihm fröstelte ohne eine Jacke.

Wie lange er schon gelaufen war, konnte er schlecht sagen. Die Sonne stand tief, der Herbst stach ihm weiter in die Augen. Aber er hatte alles Zeitgefühl verloren.

Seine Hände bluteten und sein Kopf schmerzte – das war ihm genug.

Er war aus seinem alten Leben heraus gefallen, wie ein Bild aus einem zerstörten Rahmen.

Irgendetwas in ihm war zerbrochen, vielleicht auch um ihn herum. Er war sich da nicht mehr so sicher. Sein Badezimmer war wenig mehr als nur das sichtbare Anzeichen dessen, dass etwas in ihm, irgendetwas, kaputt war. Normale Menschen taten so etwas ja nicht. Normalen Menschen passierte das nicht, dass sie einfach in Hast und Panik aufsprangen und ihrem gesunden Verstand davon liefen.

Aber er war aus seinem Leben heraus gekommen.

Die Möglichkeit, dass er wirklich…dass sich ihm wirklich…Er verwarf diesen Gedanken. Sein Schatten hatte unmöglich mit ihm gesprochen und sich unmöglich von ihm gelöst.

Er war verrückt geworden vor Stress und Aufregung. Das war alles.

Ein Arzt. Ein Arzt würde ihm helfen. Selbst wenn er ihm nur die Hände verband und etwas gegen diese Kopfschmerzen tat, damit er wieder klar denken könnte.

Wagner hätte auf seinem Mobiltelefon nach einem in der Nähe gesucht, wenn er noch eines besessen hätte. Doch das lag in Einzelteilen in seiner Wohnung, im Anflug seines Anfalls zerschmettert.

Er zweifelte ohnehin, dass es ihm viel genützt hätte. Vermutlich hätte es nur einen weiteren Ausbruch provoziert.

Sein Blick senkte sich wieder, folgte den Schatten der Häuser.

Nichts. Wieder nichts. Auf dem Beton des Gehwegs zogen sich die Schatten länger, streckten sich und streckten sich. Die kurzen Knubbelbeine einer Dame im Pez wurden zu eleganten Stelzen, ihr dicker Mann zu einem Adonis.

Er zögerte, an sich selbst hinab zu blicken, seinen eigenen Schatten zu suchen. Vorsichtig vermied er es, seinen Blick auf sich selbst zu richten. Er wusste nicht, ob er diesen Anblick ertragen könnte.

In der Öffentlichkeit der Straße fühlte er sich nackt. Obwohl niemand ihn kannte, obwohl die wenigen Passanten des herbstlichen Abends sich ihren eigenen Geschäften und Sorgen widmeten und ihn kaum ein Blick berührte.

Trotzdem fühlte er sich von jedem Passanten beobachtet. Angefasst. Als würde jede Minute einer von Ihnen schreiend vor ihm zurück weichen und alle Aufmerksamkeit auf ihn lenken. Mit dem Finger auf ihn zeigen und alle Welt wissen lassen, dass er verrückt war. Abnormal auf eine Art und Weise, die sich äußerlich zeigte, auch wenn es alles nur in seinem Kopf war.

Als würde jederBlick sein Innerstes nach Außen kehren. Als ob sie alle wüssten…

Wagner schüttelte seinen Kopf, verbarg seine blutigen Hände wieder in den Taschen seiner Jeans. Er musste fort, an einen gesünderen Ort.

Für einen Urlaub war es zu spät. Er könnte, wenn er wollte. Könnte zum Bahnhof, ein Ticket nur irgendwohin kaufen. Weg. Nur weg von hier, von diesen Blicken. Weg von sich selbst und dem, was er an die Öffentlichkeit zu zerren drohte. Seine Abnormalität, seine Verrücktheit.

Er könnte fliehen vor diesen Blicken. Dorthin, wo niemand ihn kannte. Aber vor sich selbst? Konnte er vor seinem eigenen Schatten fliehen, falls er…

Ein Arzt, sagte er sich wieder. Im mindesten würde er sich normal fühlen und gesund zwischen all den wirklich Siechen und Sterbenden. Zwischen den Alten und Kranken.

Er betrat ein Kaffeehaus an der Ecke, vorbei an der Dame mit dem eleganten Schatten und ihrem schattenhaften Adonis. Vorbei an ihren leeren Blicken und oberflächlichem Gespräch miteinander.

Wagner verbarg seine Hände und seine Schmerzen. Der Kellner schien irritiert über seine Frage, war aber freundliche genug. Er zeigte ihm den Weg zu einer Praxis, keine drei Querstraßen weiter.

Sie fand sich leicht genug. Ein unscheinbares Gebäude, hässlich, mit bronzefarbenen Fenstern und braunem Plastik als Verkleidung. Eine ganze Reihe von Ärzten hatten sich darin niedergelassen. Zahnärzte, Chirurgen, Sexualärzte, ein Labor. Er ging zu einem der Allgemeinmedzinier.

Die Frau an der Rezeption wollte ihn abwimmeln. Die Kartei sei voll hieß es, der Herr Doktor nähme keine neuen Patienten an für dieses Jahr. Man könne ihm einen anderen empfehlen, der sicherlich nächste Woche Zeit und Geduld habe, sich seine Sorgen anzuhören.

Sie ließ ihn erst ein, als er ihr seine zerrissenen Hände zeigte.

Wortlos nahm sie sein Portemonnaie entgegen und entnahm seine Personalien selbst, ehe er Sie und ihre Papiere mit seinen Händen befleckte.

Immerhin gab Sie ihm eine Packung Taschentücher, um die ärgste Blutung zu stillen.

Die Zeit des Abends rauschte an Wagner vorbei, ohne dass er sie mit einer Stundenzahl hätte beziffern können. Er beobachtete die anderen Menschen im Wartesaal, unterhielt sich selbst damit, ihre Krankheiten zu erraten oder die Gründe für ihre Verletzungen.

Es war grausam von ihm, unmoralisch vielleicht, aber es erzielte die erhoffte Wirkung. Er fühlte sich besser, umgeben von so vielem echten Leid. Wenn er die Frau mit dem gelähmten Gesicht betrachtete, mit den dicken Pflastern am Hals und den Unterarmen, fühlte er sich gesünder.

Immerhin ging es ihm nicht dermaßen schlecht.

Irgendwann ertönte ein „Herr Johann Wagner in Untersuchungszimmer Zwei, bitte“ aus der Sprechanlage und schreckte ihn aus seiner gedankenlosen Starre.

Es war nicht seine Stimme, die ihn dazu aufgefordert hatte, sondern eine fremde. Eine, die zu einem Mann gehörte – vermutlich dem Herrn Doktor -, der sie auch benutzte. Einfach eine ganz normale Stimme, die aus einem ganz normalen technischen Gerät gedrungen war.

„Herr Johann Wagner, bitte, Zimmer Zwo“, wiederholte es.

Der Arzt, ein gewisser Doktor Edward Trip, war ein freundlicher Herr mittleren Alters. Ein kastiges Gesicht, eine unaufdringliche Frisur, eine dicke Brille. Er stieß Wagner sauer auf, obwohl er nichts tat, das ihn wirklich abstoßend machte.

Er verband ihm anstandslos die Hände, nachdem er sie mit einer betäubenden Salbe eingerieben hatte. Nur ein paar Fragen stellte er, die Wagner auch nicht irritierten. Er hatte mit Fragen dieser Art gerechnet, sie vielleicht sogar erhofft. Von sich aus könnte er es nicht erzählen.

Ob er einen Unfall gehabt hätte? Nein, nicht direkt. Viel Streß in letzter Zeit? Nicht mehr als gewöhnlich, das meiste davon selbst gemacht. Ob er schlecht schliefe, sich selbst medikamentierte? Nicht über die Maßen, nein. Er trank selten, ein Glas Wein am Abend, dann und wann auch mal zwei. Keine Drogen, nein, ganz sicher.

Wagner starrte auf seine Finger, die Doktor Trip ebenfalls verband. Ausbrüche seien normal, besonders wenn gewisse Dinge lange verborgen liegen, unterdrückt. Die menschliche Psyche fände einen Weg, sich Gehör zu verschaffen. Manchmal auch gewaltsam.

Seine Stimme war die Ursache, stellte Wagner fest. Es war seine Stimme, die ihn so irritierte. Sie war so mild und weich und verständnisvoll, so über alle Maßen zuvorkommend, dass es beinahe aggressiv war.

„Ich bin nicht verrückt“, sagte Wagner.

„Das wollte ich keinesfalls andeuten, Herr Wagner“, sagte der Arzt ohne aufzusehen. „Die meisten Menschen beginnen nur nicht spontan an den Händen zu bluten und sie sehen mir nicht wie ein Straßenkämpfer aus.“

Wagner kaute auf seiner Unterlippe, blickte aus dem Fenster. Schließlich brach es aus ihm hinaus.

„Ich bin gestresst, ja, Himmel. Natürlich, ich spiele ein nicht ganz ungefährliches Spiel und vielleicht, vielleicht auch nicht, ist eine Gruppe mächtiger Leute hinter mir her, um mich für dieses Spiel zu bestrafen. All der Medienrummel, den ich mir selbst aufgehalst habe, mag Druck auf mich ausüben, der mich streßt.“

Das brachte den Arzt dazu, aufzuhorchen. Nachdem er Wagner eine Wundsalbe gegeben hatte, setzte er sich hinter seinen Schreibtisch, öffnete eine dünne, dünne Akte.

„Die Nerven“, sagte Wagner. „Nichts weiter. Ein nervlicher Zusammenbruch…Ich weiß doch, dass diese Dinge, die ich erzähle, irrsinnig klingen müssen. Sie sind es sicherlich auch, aber das hilft mir nicht, wenn Sie verstehen? Nur weil ich weiß, dass es verrückt ist, macht es das nicht weniger real für mich, verstehen Sie? Da habe ich mich eben in einem Wutanfall entladen, habe mein Badezimmer zertrümmert, weil ich…weil ich…“

Doktor Trip sah ihn über den Rand seiner Brille hinweg verständnisvoll an. Mit so einem fragenden Unterton, der vielleicht noch schlimmer als Spott oder Unglaube war für ihn.

„Weil ich dachte, dass mein eigener Schatten sich gegen mich verschworen hat. Dass mein Spiegelbild mich töten will, verstehen Sie? Nicht nur einfach so, sondern wirklich, tatsächlich. Dass es sich geschworen hat, mich zu ruinieren und zu ermorden.“

Beschämt senkte er den Blick, starrte auf die verbundenen Hände in seinem Schoß. So viel wenigstens war wirklich. So viel konnte er für real halten.

Für einen Augenblick war nichts weiter zu hören als das kratzende Geräusch eines Federhalters auf Papier. Dann seufzte der Arzt und blickte ihn wieder an.

„Nun, Herr Wagner…das ist nichts ungewöhnliches, auch wenn Sie es glauben mögen. Ein momentaner Fall von paranoider Schizophrenie…Nicht Verrücktheit, beruhigen Sie sich. Eine kurzzeitige Umnachtung ist normal. Sie glauben nicht, wie viele Menschen ich jede Woche wegen solcher Dinge berate. Die Schuldgefühle und die Scham, sich mitzuteilen, machen diese Sache noch schlimmer. Es ist gut, dass sie so früh zu uns gekommen sind. Ehe diese Art von Gedanken Wurzeln schlagen und ihre Persönlichkeit nachhaltig verändern können. Sie müssen das als eine Warnung verstehen, einen Hilfeschrei ihrer Psyche, die nach Ruhe verlangt und Umsicht.“

Es folgte eine Reihe an Formalitäten. Man gab ihm eine Überweisung für einen Psychiater mit und empfahl ihm strengstens, für einige Tage völlig abzuschalten. Sich von der Hektik und dem Rummel, den er selbst geschaffen hatte, zu distanzieren. Digitale Entgiftung, nannte der Arzt das.

Neben einem unaussprechlichen Beruhigungsmittel mit gänzlich zu vielen Silben legte man ihm nahe, noch am nächsten Morgen einen Nervenarzt seiner Wahl aufzusuchen. Es müsste nicht gleich das Schlüsselburg Sanatorium sein, ein Therapeut in der Nähe seiner Wohnung sei ausreichend.

Wagner fand seinen Weg nach Hause im Licht der Straßenlaternen und Werbetafeln. Es war einfach genug, soald er erst einmal seinen Kopf beruhigt und an einer Haltestelle des öffentlichen Verkehrs eine Karte ausfindig gemacht hatte.

Er hatte ein gutes Stück Weg in seiner früheren Besinnungslosigkeit zurück gelegt. Eine gute Stunde dauerte es, bis er in einer ihm bekannten Gegend war. Noch einmal eine halbe, bis er in seine eigene Straße einbiegen würde.

Er ging zu Fuß. Nicht nur der Bewegung wegen. Auch wenn die Luft nicht unbedingt frisch zu nennen war bei dem ununterbrochenen Verkehr, aber sie kühlte ihm den Kopf. Er musste einmal hinaus. Das war es gewesen, der größte Teil jedenfalls. Er hatte sich selbst eingesperrt und wieder einmal ignoriert, dass sein Leib Forderungen an ihn stellte auch jenseits von Wasser und Brot.

Als er in die Kantstraße einbog, erstarrte er.

Er wohnte dort, in der Nummer 24, in einer kleinen Wohnung im vierten Stock, über einem kleinen Tabakladen und Kiosk.

Der Bürgersteig rund um den Eingang war abgesperrt. Um einige Möbel, die auf dem Asphalt zerschellt waren, lag Glas. Größere Brocken, die aus einem Fenster im vierten Stock stammen mussten. Auch die Möbel sahen seinen zum verwechseln ähnlich, abgesehen von den dunkelroten Flecken darauf. Flecken wie von roten Händen, die sie in Zorn gepackt und geschleudert hatten.

Aus dem Fenster, durch die Scheiben hindurch, die verteilt auf dem Gehweg lagen.

Unweit seiner Haustür stand ein Streifenwagen der Polizei, in diesem hässlichen Jagdgrün auf weiß. Er hatte seine Besetzung vor dem Haus ausgespien, wo sie warteten. Einer von ihnen sprach mit dem Besitzer des Lädchens unterhalb seiner Wohnung., der zweite lehnte am Hauseingang, beobachtete, rauchte.

Durch die Überreste seines Wohnzimmerfenster hindurch sah Wagner Bewegung. Ein dritter wahrscheinlich, der sich durch das vermutete Chaos in der Wohnung wühlte.

Wagner starrte in Unglauben hinauf. Er…erinnerte sich nicht an diese Szene. Nicht an die Möbel, nicht an seine Wut, nicht an seine völlige Zerstörung seiner Wohnung.

Der Polizist am Hauseingang löste sich von seiner Zigarette, kam herüber zu Wagner. Er trug ein unverbindliches Lächeln im Gesicht.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte er.

„Ich ähm…Nein, nein danke. Ich bin nur, nur neugierig.“

Das Lächeln des Polizisten blieb auf seinem Gesicht. Er schien Gaffer gewöhnt zu sein.

„Dann gehen sie bitte weiter, mein Herr. Es gibt hier nicht viel zu sehen. Wir kümmern uns schon darum, dass hier aufgeräumt wird, machen Sie sich da keine Sorgen.“

Sein Blick fiel auf die bandagierten Hände Wagners, in denen er das kleine Tütchen trug, das ihm der Arzt gegeben hatte. Das mit den Salben, dem Beruhigungsmittel und weiteren Bandagen.

„Sind Sie sicher, dass es Ihnen gut geht?“, fragte der Polizist mit erhobener Augenbraue.

Endlich löste Wagner den Blick von seinem zersplitterten Wohnzimmerfenster.

„Ich…ich wohne hier“, sagte er schlicht. „Denke ich.“

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